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Die Kfz-Innung Göppingen ist für Sie da: Als Dienstleister und Interessenvertretung begleiten wir unsere Innungsbetriebe durch den ökonomischen, technischen und digitalen Wandel.

Ihre Innung im Landkreis Göppingen

Nutzen Sie den Service der Kfz-Innung im Landkreis Göppingen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf diesen Seiten - unter anderem zu diesen Themen:

  • Vorstand und Geschäftsstelle: Lernen Sie die Kfz-Innung Göppingen kennen.
  • Ausbildung: Die Innung informiert über die verschiedenen Ausbildungsberufe im Kfz-Gewerbe und unterstützt bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
  • Service: Mitgliedsbetrieben und Kunden hält die Innung verschiedene Serviceangebote bereit.
  • Weiterbildung: Man lernt nie aus. Die Innung informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachbetriebe über verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Infoseiten: Regelmäßig präsentiert sich die Innung in NWZ und GZ - mit aktuellen Themen rund um die Kfz-Branche.

Elektromobilität erfordert neue Kompetenzen im Kfz-Handwerk

Die Elektromobilität verändert nicht nur die Fahrzeuge auf den Straßen, sondern vor allem die Arbeit in den Werkstätten. Für die Innungswerkstätten der Kfz-Innung Göppingen steht dabei ein Thema klar im Mittelpunkt: die fundierte und kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter im Elektro- und Hochvoltbereich. Denn moderne Elektro- und Hybridfahrzeuge stellen höchste Anforderungen an Fachwissen, Sicherheit und Verantwortungsbewusstsein – Anforderungen, denen die Innungsbetriebe gezielt und strukturiert begegnen.

Klare Regeln für Arbeiten an Hochvoltsystemen

Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen sind ohne spezielle Qualifikation nicht zulässig. Hochvoltsysteme arbeiten mit Spannungen von bis zu mehreren hundert Volt und bergen bei unsachgemäßem Umgang erhebliche Gefahren. Deshalb setzt das Kfz-Handwerk auf ein klar geregeltes Schulungssystem. In den Innungswerkstätten der Kfz-Innung Göppingen durchlaufen Kfz-Mechatroniker ein mehrstufiges Qualifizierungskonzept. Dieses beginnt mit der sogenannten „fachkundig unterwiesenen Person“, die für einfache Tätigkeiten sensibilisiert wird, und reicht bis zur „Hochvolt-Fachkraft“, die eigenständig Arbeiten an spannungsfreien Hochvoltsystemen durchführen darf. In diesen Schulungen geht es längst nicht nur um Theorie. Die Mitarbeiter lernen unter anderem, Hochvoltsysteme korrekt freizuschalten, Spannungsfreiheit sicher festzustellen und Fahrzeuge gegen Wiedereinschalten zu sichern. Ebenso werden Kenntnisse über den Aufbau und die Funktionsweise von Hochvoltbatterien, Invertern, Elektromotoren und Ladesystemen vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fehlerdiagnose: Moderne Elektrofahrzeuge erfordern ein tiefes Verständnis für softwaregestützte Systeme, vernetzte Steuergeräte und komplexe Überwachungsfunktionen. Ein entscheidender Aspekt der Schulungen ist das Thema Arbeitssicherheit. Die Mitarbeiter werden intensiv im Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung, isolierten Werkzeugen und speziellen Messgeräten geschult. Notfallmaßnahmen, Gefährdungsbeurteilungen und das richtige Verhalten bei Beschädigungen an Hochvoltsystemen gehören ebenso zum Lehrplan. Ziel ist es, Risiken für Mitarbeiter und Kunden konsequent zu minimieren und gleichzeitig einen professionellen Werkstattablauf sicherzustellen.

Weiterbildung als Daueraufgabe

Wie wichtig diese Qualifizierungen sind, betont auch Jochen Baumann vom Autohaus Baumann in Bad Bitzenbach: „Die Arbeit an Elektrofahrzeugen ist kein Experimentierfeld. Unsere Mitarbeiter müssen genau wissen, was sie tun. Die Hochvolt-Schulungen geben ihnen die Sicherheit und das Know-how, das sie im Alltag brauchen.“ Baumann hebt hervor, dass die Weiterbildung kein einmaliger Schritt ist, sondern ein fortlaufender Prozess: „Die Technik entwickelt sich rasant weiter. Deshalb investieren wir regelmäßig in Fortbildungen, damit unser Team immer auf dem neuesten Stand bleibt.“

Nachwuchsförderung für die Mobilität von morgen

Auch für junge Fachkräfte gewinnt das Thema Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. Bereits in der Ausbildung werden Grundlagen der Hochvolttechnik vermittelt, die in den Betrieben weiter vertieft werden. Die Innungswerkstätten leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Handwerks. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, dass Elektrofahrzeuge nicht nur verkauft, sondern auch über ihre gesamte Lebensdauer hinweg fachgerecht betreut werden können.
Dabei geht es nicht allein um reine Elektrofahrzeuge. Gerade Hybridmodelle stellen besondere Anforderungen, da sie Hochvolttechnik und klassischen Verbrennungsmotor vereinen. Die Schulungen bereiten die Mitarbeiter gezielt auf diese Schnittstellen vor und machen sie zu echten Allroundern der modernen Fahrzeugtechnik. Mit ihrem klaren Fokus auf Qualifikation und Weiterbildung setzen die Betriebe der Kfz-Innung Göppingen ein deutliches Zeichen. Sie zeigen, dass Elektromobilität im regionalen Kfz-Handwerk angekommen ist – getragen von gut geschulten Fachkräften, klaren Sicherheitsstandards und einem hohen Qualitätsanspruch. Für Autofahrer bedeutet das Vertrauen: Ganz gleich, ob Verbrenner, Hybrid oder Elektrofahrzeug – ihr Auto wird von Menschen betreut, die für die Technik von heute und morgen bestens ausgebildet sind.