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Die Kfz-Innung Göppingen ist für Sie da: Als Dienstleister und Interessenvertretung begleiten wir unsere Innungsbetriebe durch den ökonomischen, technischen und digitalen Wandel.

Ihre Innung im Landkreis Göppingen

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Weitere Informationen erhalten Sie auf diesen Seiten - unter anderem zu diesen Themen:

  • Vorstand und Geschäftsstelle: Lernen Sie die Kfz-Innung Göppingen kennen.
  • Ausbildung: Die Innung informiert über die verschiedenen Ausbildungsberufe im Kfz-Gewerbe und unterstützt bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
  • Service: Mitgliedsbetrieben und Kunden hält die Innung verschiedene Serviceangebote bereit.
  • Weiterbildung: Man lernt nie aus. Die Innung informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachbetriebe über verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Infoseiten: Regelmäßig präsentiert sich die Innung in NWZ und GZ - mit aktuellen Themen rund um die Kfz-Branche.

Voraussetzungen bleiben schwierig

Die wirtschaftliche Lage in der Branche bleibt angespannt – die Betriebe stellen sich den Herausforderungen.

Göppingen. Die Mitglieder der Göppinger Kfz-Innung haben ihren Obermeister Ludger Wendeler in seinem Amt bestätigt. Er dankte für das erneute Vertrauen, seinem Vorstandsteam und auch den Mitgliedern bei der Jahresversammlung. Auch sein Stellvertreter Jochen Staudenmayer wurde wieder gewählt. Der weitere Vorstand bleibt ebenfalls im Amt: Jochen Baumann, Jürgen Holz, Johannes Könninger, Felix Ritter, Dirk Stahl, und Armin Weber. Neu gewählt wurde Alexandra Zimmermann vom Autohaus Schmid in Donzdorf. 

Bei der Veranstaltung erhielten mehrere Betriebe Urkunden für Betriebsjubiläen, die herausragenden Auszubildenden wurden ausgezeichnet und Andreas Bauer wurde für 35-jähriges Engagement im Gesellenprüfungsausschuss geehrt. 

In seinem Rück- und Ausblick berichtet Obermeister Ludger Wendeler von den Herausforderungen in der Branche und zeichnet ein differenziertes Bild – zwischen anhaltenden Herausforderungen und vorsichtigem Optimismus. Gleich zu Beginn macht Wendeler deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen seit der letzten Versammlung kaum verbessern. „Wir leiden nach wie vor massiv unter der anhaltenden Rezession, gerade hier im Filstal“, betont er. Die starke Abhängigkeit vieler Betriebe von der Automobilindustrie wirkt sich deutlich aus: Produktionsverlagerungen ins Ausland, sinkende Industriearbeitsplätze und zunehmender Wettbewerbsdruck im Fahrzeughandel prägen die Situation. Auch politisch und regulatorisch bleibt die Lage unsicher. Für die Betriebe bedeutet dies fehlende Planungssicherheit. Wendeler kritisiert zudem die weiterhin hohe Bürokratie: „Jeder spricht von Entlastung, aber in der Praxis kommt davon wenig an.“

 

Die wirtschaftlichen Kennzahlen zeigen ein gemischtes Bild. Bundesweit steigen die Neuzulassungen leicht, im Landkreis Göppingen jedoch schwächer. Das Gebrauchtwagengeschäft entwickelt sich stabil, setzt jedoch keine neuen Impulse. Positiv hebt Wendeler das Servicegeschäft hervor, das im vergangenen Jahr noch „auskömmlich“ ist, wenngleich erste Rückgänge bei Auslastung und Umsatz erkennbar sind. Insgesamt bleibt die Ertragslage angespannt: „Von 100 Euro Umsatz bleiben im Schnitt nur 1,10 Euro Gewinn – das ist deutlich zu wenig für notwendige Investitionen.“

Als zentralen Umbruch beschreibt Wendeler die Transformation der Branche: „Wir befinden uns in der größten Veränderung seit dem Umstieg vom Pferd auf das Auto.“ Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt durch technische Fortschritte und steigende Kraftstoffpreise. Gleichzeitig setzen viele Hersteller weiterhin auf Verbrennungsmotoren über 2030 hinaus, was auch für die Werkstätten wichtig ist. Der Obermeister betont, wie wichtig die Innungen und die Verbände für das Kfz-Handwerk und die Betriebe sind – nur wenn man mit einer starken Stimme spreche, werde man in der Politik gehört. 

Ein Lichtblick zeigt sich im Bereich Ausbildung. Die Zahl der Auszubildenden steigt zuletzt deutlich, die Klassen sind gut gefüllt. „Das ist eine gute Nachricht für unseren Nachwuchs“, so Wendeler. Er dankt in diesem Zusammenhang den Betrieben und der Schule für ihre Arbeit, die für diese Arbeit verantwortlich zeichnen. 

Sicher durch den Sommer: Warum der Reifenwechsel jetzt entscheidend ist

Mit steigenden Temperaturen verdienst sich der Winterreifen endgültig eine Pause. Wer rechtzeitig auf Sommerreifen umsteigt, verbessert nicht nur Grip und Bremsverhalten, sondern spart auch Kosten und erhöht die Sicherheit. Vorstandsmitglied Johannes Könninger erklärt, warum.

„Wer bei steigenden Temperaturen noch mit Winterreifen unterwegs ist, verschenkt nicht nur Fahrleistung, sondern auch ein gutes Stück Sicherheit“, sagt Johannes Könninger. Für den Unternehmer aus Süßen und Vorstandsmitglied der Kfz-Innung Göppingen ist der saisonale Reifenwechsel weit mehr als eine Routineaufgabe – er ist ein zentraler Baustein für sicheres und wirtschaftliches Autofahren. Mit dem Frühling verändern sich die Anforderungen an die Bereifung grundlegend. Sommerreifen sind speziell für Temperaturen über sieben Grad Celsius entwickelt und bieten durch ihre härtere Gummimischung entscheidende Vorteile. „Der Grip auf trockener und nasser Fahrbahn ist mit Sommerreifen deutlich besser“, erklärt Könninger. Gerade in Kurven oder bei plötzlichen Ausweichmanövern mache sich das unmittelbar bemerkbar. Winterreifen hingegen verlieren bei Wärme an Stabilität, da ihre weichere Mischung schneller nachgibt.

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Bremsweg. Studien und Praxistests zeigen, dass Fahrzeuge mit Winterreifen auf warmer Fahrbahn deutlich längere Bremswege haben als mit Sommerreifen. „Das sind oft mehrere Meter – und die können im Ernstfall entscheidend sein“, warnt Könninger. Im dichten Stadtverkehr oder bei plötzlich auftretenden Hindernissen könne dieser Unterschied über einen Unfall entscheiden. Hinzu kommt der erhöhte Verschleiß. Winterreifen sind nicht für hohe Temperaturen ausgelegt, ihre weichere Gummimischung nutzt sich bei Wärme schneller ab. Das führt nicht nur zu einer verkürzten Lebensdauer, sondern auch zu unnötigen Kosten. „Wer zu lange mit Winterreifen fährt, zahlt am Ende doppelt“, so Könninger. Gleichzeitig altert das Material unabhängig von der Nutzung. Faktoren wie UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Standzeiten greifen die Reifenstruktur an. Ein regelmäßiger Wechsel bietet daher auch die Chance, den Zustand der Reifen genau zu überprüfen.

Der Sicherheitsaspekt steht dabei stets im Vordergrund. Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn – ihre Qualität und ihr Zustand sind entscheidend für die Kontrolle über das Fahrzeug. Sommerreifen reduzieren das Risiko von Aquaplaning, verbessern die Fahrstabilität und sorgen für ein präziseres Lenkverhalten. „Viele unterschätzen, wie groß der Einfluss der richtigen Bereifung ist“, sagt Könninger. „Dabei hängt im Zweifel alles daran.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die fachgerechte Durchführung des Reifenwechsels. Zwar greifen manche Autofahrer selbst zum Werkzeug, doch Experten raten zur Durchführung in einer qualifizierten Werkstatt. „In einer Innungs-Fachwerkstatt wird weit mehr gemacht als nur ein Rad abgeschraubt und wieder montiert“, betont Könninger. Neben dem Wechsel prüfen Fachkräfte Profiltiefe, Luftdruck und den allgemeinen Zustand der Reifen. Auch Ventile und Felgen werden kontrolliert, und die Räder werden mit dem korrekten Drehmoment befestigt. Auf Wunsch kümmern sich die Betriebe zudem um die sachgerechte Einlagerung der Winterreifen. Für Könninger ist daher klar: „Der rechtzeitige Wechsel auf Sommerreifen ist keine Kleinigkeit, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit.“ Wer die saisonalen Unterschiede ernst nehme und auf professionelle Unterstützung setze, profitiere gleich mehrfach – durch bessere Fahreigenschaften, geringeren Verschleiß und ein deutliches Plus an Sicherheit auf allen Wegen.