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Die Kfz-Innung Göppingen ist für Sie da: Als Dienstleister und Interessenvertretung begleiten wir unsere Innungsbetriebe durch den ökonomischen, technischen und digitalen Wandel.

Ihre Innung im Landkreis Göppingen

Nutzen Sie den Service der Kfz-Innung im Landkreis Göppingen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf diesen Seiten - unter anderem zu diesen Themen:

  • Vorstand und Geschäftsstelle: Lernen Sie die Kfz-Innung Göppingen kennen.
  • Ausbildung: Die Innung informiert über die verschiedenen Ausbildungsberufe im Kfz-Gewerbe und unterstützt bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
  • Service: Mitgliedsbetrieben und Kunden hält die Innung verschiedene Serviceangebote bereit.
  • Weiterbildung: Man lernt nie aus. Die Innung informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachbetriebe über verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Infoseiten: Regelmäßig präsentiert sich die Innung in NWZ und GZ - mit aktuellen Themen rund um die Kfz-Branche.

Zwei Männer haben eine Vision

Zwei Priester aus Nigeria haben eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker im Landkreis Göppingen gemacht. Und sie haben einen Plan.
Es ist ein besonderer Weg, den Kennedy Ibe und Joseph Ikeka mit ihrer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker hinter sich haben. Gleichzeitig haben sie nun einen weiten und wohl auch beschwerlichen Weg vor sich. Bei der Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Göppingen im Frühjahr haben sie ihren Gesellenbrief bekommen und strahlten dennoch vor Glück. Soweit, so normal. Siegfried Pietrass, der frühere, langjährige und rührige Leiter der Gewerblichen Schule Göppingen erklärt, warum das in diesem Fall doch etwas außergewöhnlicher ist: „Die beiden sind Priester in Nigeria und wollen in ihrer Heimat eine Schule für berufliche Bildung gründen.“ Einen Abschluss, der gewisse Standards erfüllt, machen die meisten jungen Leute nicht – es gibt schlicht keine solchen Vorgaben. Joseph Ikeka gibt ein Beispiel: „Wer eine Weile in einer Werkstatt arbeitet und sich gut anstellt, der lernt einfach und kann das dann irgendwie – oder auch nicht.“ Genau das wollen die beiden ändern. Das ist der Weg, die Vision, die noch vor ihnen liegt. Begleitet werden sie beim Aufbau ihrer Schule von Siegfried Pietrass und wohlwollenden Unterstützern in ihrer Heimat, die sie aber auch noch von ihrer Idee überzeugen müssen. Finanzielle Unterstützung gibt es auch von verschiedenen Rotary Clubs.

 

Weiter Erfahrung sammeln
Bevor sie in Nigeria starten können, müssen sie in ihren Berufen in Deutschland weiter Erfahrung sammeln – so will es die Kirchenleitung in ihrer Heimat. Mit ihrem Abschluss in der Tasche geht der Weg weiter. Mittlerweile leben und arbeiten sie an verschiedenen Orten, ein Studium ist in Angriff genommen, um alles zu vertiefen. Die Basis, ihre Ausbildung, haben sie aber gemeinsam im Autohaus Ratzel in Zell unter Aichelberg geschaffen. „Es war schon eine Herausforderung, Betriebe zu finden, die dieses Projekt begleiten und sich den beiden Azubis annimmt, von denen niemand so recht die Vorkenntnisse kannte“, berichtet Petra Heschke, Geschäftsführerin der Kfz-Innung Göppingen. Doch man hat es geschafft. Weil ein Branchen-Kollege nach einer Zusage kurzfristig abgesprungen sei, hatte Frieder Ratzel spontan versprochen beiden eine Chance zu geben – ursprünglich war nur einer der beiden für die Ausbildung in seinem Betrieb vorgesehen. „Es war von Anfang an ein Herzensprojekt und ist es immer mehr geworden“, berichtet er. Er macht aber auch keinen Hehl daraus, dass es viele Hürden und auch kulturelle Unterschiede gab, die das Team vor allem am Anfang vor Herausforderungen stellte. „Aber man hat darüber gesprochen und konnte Differenzen aus dem Weg schaffen, die einfach nur ein Missverständnis waren“, erklärt er. Er sei seinem Team sehr dankbar, dass die den Weg mitgegangen sind und die beiden besonderen Azubis, die bereits Mitte 30 sind, gut aufgenommen und begleitet haben. 

„Berufliche Bildung für Nigeria e.V.“ heißt der Verein, der unter anderem von Siegfried Pietrass und Priester Dr. Angelo Chidi Unegb gegründet wurde. Diese Verbindungen zur katholischen Kirche im Landkreis waren eine wichtige Basis. Leben die beiden Priester am Anfang noch in der Einliegerwohnung von Siegfried Pietrass, haben sie in Kirchenkreisen ein Quartier und auch geistliche Beschäftigung gefunden, bei der sie zum Beispiel immer wieder Gottesdienste in der katholischen Kirchengemeinde in Salach hielten. Bis sie wieder in der Heimat im Bistum Okigwe predigen können, wird noch eine Zeit vergehen – denn noch dreht sich das - weltliche - Leben der beiden weiter um Fahrzeuge und Bildungsthemen.
 

Freuen sich über das gelungene Ausbildungsprojekt: Petra Heschke (Geschäftsführerin der Kfz-Innung Göppingen, links), Kennedy Ibe und Joseph Ikeka, Studiendirektor a.D. Siegfried Pietrass, Alexander Bremora (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Göppingen) sowie Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid (von links). 

Kennedy Ibe und Joseph Ikeka mit dem Team der Firma Ratzel (von links): Vivienne Skubatz, Martin Maier und Robert Klemm sowie Studiendirektor a.D. Siegfried Pietrass. 

Klimaanlagencheck vor dem Sommer

Expertinnen und Experten raten die Wartung im Fahrzeug jedes Jahr – nicht nur aus hygienischen Gründen.

Mit den ersten warmen Tagen rückt die Klimaanlage im Auto wieder verstärkt in den Fokus. Doch während viele Autofahrer vor allem an angenehme Temperaturen denken, spielt einanderer Aspekt eine entscheidende Rolle: die Hygiene im Fahrzeuginnenraum. Denn im Laufe der Zeit können sich in der Klimaanlage Pilze, Bakterien und andere Mikroorganismen ansiedeln – insbesondere dann, wenn sie nicht regelmäßig gewartet wird. „Aus hygienischer Sicht ist ein regelmäßiger Klimaanlagencheck enorm wichtig“, erklärt Alexandra Zimmermann, Vorstandsmitglied der Kfz-Innung Göppingen und Geschäftführerin der Anton Schmid GmbH & Co. KG aus Donzdorf. „Die feuchte Umgebung im System bietet ideale Bedingungen für Keime, die dann über die Lüftung in den Innenraum gelangen können.“ Eine zentrale Rolle spielt dabei der Innenraumfilter. Er sorgt dafür, dass Pollen, Feinstaub und Schmutzpartikel aus der angesaugten Luft herausgefiltert werden. Mit der Zeit setzt er sich jedoch zu und verliert an Leistungsfähigkeit. Wird er nicht rechtzeitig ersetzt, kann er die Verunreinigungen nicht mehr zuverlässig zurückhalten und selbst zur Belastungsquelle werden. Unangenehme Gerüche oder Reizungen der Atemwege sind häufige Folgen. Wenn es riecht, ist es also höchste Zeit, die Werkstatt aufzusuchen – Fachleute raten, den Check und die Wartung der Klimaanlage jährlich zu machen. Dabei wird der Innenraumfilter ausgetauscht. Gleichzeitig reinigen die Profis den Filterkasten, also das Gehäuse des Filters, gründlich mit entsprechenden Reinigungsmitteln und -werkzeugen, um Ablagerungen und Keime zu entfernen. Ein weitere wichtiger Schritt ist die Reinigung des Verdampfers. An diesem Bauteil entsteht durch Kondenswasser dauerhaft Feuchtigkeit – ideale Bedingungen für die Bildung von Bakterien und Pilzen. 

Funktion wird überprüft Neben diesen Hygienemaßnahmen wird auch die Funktion der gesamten Klimaanlage überprüft. Fachkräfte kontrollieren die Kühlleistung, prüfen den Kältemittelstand und nehmen Leitungen sowie Komponenten in Augenschein. So ist sichergestellt, dass die Anlage nicht nur saubere Luft liefert, sondern auch technisch einwandfrei arbeitet. Ein neuer Filter, ein gereinigter Filterkasten und ein desinfizierter Verdampfer verbessern die Luftqualität spürbar und entlasten gleichzeitig die Klimaanlage. Die Luft kann wieder ungehindert zirkulieren, was die Effizienz steigert und die Technik schont. „Ein jährlicher Klimaanlagencheck ist eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung – für die Gesundheit, den Komfort und die Lebensdauer der Anlage“, betont Alexandra Zimmermann. Empfohlen wird der Klimaanlagencheck vor Beginn der Sommermonate. Wer sich dabei für einen Innungsbetrieb entscheidet, profitiert von qualifiziertem Fachpersonal in der Innungswerkstatt und moderner Technik. So ist gewährleistet, dass alle Arbeitsschritte fachgerecht und zuverlässig ausgeführt werden. 

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Voraussetzungen bleiben schwierig

Die wirtschaftliche Lage in der Branche bleibt angespannt – die Betriebe stellen sich den Herausforderungen.

Göppingen. Die Mitglieder der Göppinger Kfz-Innung haben ihren Obermeister Ludger Wendeler in seinem Amt bestätigt. Er dankte für das erneute Vertrauen, seinem Vorstandsteam und auch den Mitgliedern bei der Jahresversammlung. Auch sein Stellvertreter Jochen Staudenmayer wurde wieder gewählt. Der weitere Vorstand bleibt ebenfalls im Amt: Jochen Baumann, Jürgen Holz, Johannes Könninger, Felix Ritter, Dirk Stahl, und Armin Weber. Neu gewählt wurde Alexandra Zimmermann vom Autohaus Schmid in Donzdorf. 

Bei der Veranstaltung erhielten mehrere Betriebe Urkunden für Betriebsjubiläen, die herausragenden Auszubildenden wurden ausgezeichnet und Andreas Bauer wurde für 35-jähriges Engagement im Gesellenprüfungsausschuss geehrt. 

In seinem Rück- und Ausblick berichtet Obermeister Ludger Wendeler von den Herausforderungen in der Branche und zeichnet ein differenziertes Bild – zwischen anhaltenden Herausforderungen und vorsichtigem Optimismus. Gleich zu Beginn macht Wendeler deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen seit der letzten Versammlung kaum verbessern. „Wir leiden nach wie vor massiv unter der anhaltenden Rezession, gerade hier im Filstal“, betont er. Die starke Abhängigkeit vieler Betriebe von der Automobilindustrie wirkt sich deutlich aus: Produktionsverlagerungen ins Ausland, sinkende Industriearbeitsplätze und zunehmender Wettbewerbsdruck im Fahrzeughandel prägen die Situation. Auch politisch und regulatorisch bleibt die Lage unsicher. Für die Betriebe bedeutet dies fehlende Planungssicherheit. Wendeler kritisiert zudem die weiterhin hohe Bürokratie: „Jeder spricht von Entlastung, aber in der Praxis kommt davon wenig an.“

 

Die wirtschaftlichen Kennzahlen zeigen ein gemischtes Bild. Bundesweit steigen die Neuzulassungen leicht, im Landkreis Göppingen jedoch schwächer. Das Gebrauchtwagengeschäft entwickelt sich stabil, setzt jedoch keine neuen Impulse. Positiv hebt Wendeler das Servicegeschäft hervor, das im vergangenen Jahr noch „auskömmlich“ ist, wenngleich erste Rückgänge bei Auslastung und Umsatz erkennbar sind. Insgesamt bleibt die Ertragslage angespannt: „Von 100 Euro Umsatz bleiben im Schnitt nur 1,10 Euro Gewinn – das ist deutlich zu wenig für notwendige Investitionen.“

Als zentralen Umbruch beschreibt Wendeler die Transformation der Branche: „Wir befinden uns in der größten Veränderung seit dem Umstieg vom Pferd auf das Auto.“ Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt durch technische Fortschritte und steigende Kraftstoffpreise. Gleichzeitig setzen viele Hersteller weiterhin auf Verbrennungsmotoren über 2030 hinaus, was auch für die Werkstätten wichtig ist. Der Obermeister betont, wie wichtig die Innungen und die Verbände für das Kfz-Handwerk und die Betriebe sind – nur wenn man mit einer starken Stimme spreche, werde man in der Politik gehört. 

Ein Lichtblick zeigt sich im Bereich Ausbildung. Die Zahl der Auszubildenden steigt zuletzt deutlich, die Klassen sind gut gefüllt. „Das ist eine gute Nachricht für unseren Nachwuchs“, so Wendeler. Er dankt in diesem Zusammenhang den Betrieben und der Schule für ihre Arbeit, die für diese Arbeit verantwortlich zeichnen.