Die Kfz-Innung Göppingen ist für Sie da: Als Dienstleister und Interessenvertretung begleiten wir unsere Innungsbetriebe durch den ökonomischen, technischen und digitalen Wandel.
Ihre Innung im Landkreis Göppingen
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Weitere Informationen erhalten Sie auf diesen Seiten - unter anderem zu diesen Themen:
- Vorstand und Geschäftsstelle: Lernen Sie die Kfz-Innung Göppingen kennen.
- Ausbildung: Die Innung informiert über die verschiedenen Ausbildungsberufe im Kfz-Gewerbe und unterstützt bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
- Service: Mitgliedsbetrieben und Kunden hält die Innung verschiedene Serviceangebote bereit.
- Weiterbildung: Man lernt nie aus. Die Innung informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachbetriebe über verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten.
- Infoseiten: Regelmäßig präsentiert sich die Innung in NWZ und GZ - mit aktuellen Themen rund um die Kfz-Branche.
Sicher in den Urlaub: Wir können Urlaubscheck!
Die Vorfreude auf den Sommerurlaub ist groß. Das Auto wird beladen, die Route geplant und das Navi programmiert. Doch gerade bei Urlaubsfahrten ins Ausland gibt es immer wieder neue Vorschriften, die Autofahrer kennen sollten. Digitale Mautsysteme, neue Verkehrsregeln oder geänderte Sicherheitsvorschriften können schnell für teure Überraschungen sorgen. Ebenso wichtig ist ein technisch einwandfreies Fahrzeug. Denn gerade auf langen Strecken und bei voller Beladung werden Reifen, Bremsen, Fahrwerk und Motor deutlich stärker beansprucht als im Alltag. Deshalb empfiehlt die Kfz-Innung Göppingen, das Fahrzeug vor Reisebeginn in einem Innungsfachbetrieb überprüfen zu lassen. „Viele Urlauber kümmern sich um Hotelbuchungen oder die passende Route, vergessen aber den Zustand ihres Fahrzeugs. Ein professioneller Urlaubscheck sorgt dafür, dass man mit einem sicheren Gefühl in die Ferien starten kann“, sagt Daniel Gomez vom Innungsbetrieb Burger Schloz.
Der Urlaubscheck: Sicherheit für Mensch und Maschine
Gerade bei einer Urlaubsreise ist das Auto häufig bis unters Dach beladen. Koffer, Fahrräder oder eine Dachbox erhöhen das Fahrzeuggewicht deutlich. Dadurch steigen auch die Anforderungen an Reifen, Fahrwerk und Bremsen. „Durch die hohe Beladung verändert sich das Fahrverhalten spürbar. Deshalb prüfen wir unter anderem Reifen, Fahrwerk, Bremsen und den richtigen Reifendruck für die Urlaubsbeladung“, erklärt Daniel Gomez. In der Innungswerkstatt werden außerdem sämtliche Flüssigkeitsstände kontrolliert. Dazu gehören Motoröl, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschwasser. Ebenso wird die Fahrzeugbatterie überprüft – denn gerade ältere Batterien versagen häufig bei großer Hitze oder nach längeren Standzeiten am Urlaubsort. Auch die Klimaanlage verdient vor der Reise Aufmerksamkeit. Eine nachlassende Kühlleistung oder unangenehme Gerüche weisen häufig auf Wartungsbedarf hin. Eine funktionierende Klimaanlage erhöht nicht nur den Komfort, sondern trägt auch zur Konzentration des Fahrers bei. Zum Sicherheitscheck gehören außerdem die Kontrolle sämtlicher Leuchten, der Scheibenwischer sowie der Frontscheibe auf Steinschläge oder Beschädigungen.
Profitipp: Dachbox nicht vergessen
Wer mit einer Dachbox verreist, sollte auch deren Befestigung überprüfen lassen. Haltesysteme bestehen häufig aus Kunststoffteilen, die durch Alterung und Sonneneinstrahlung spröde werden können. Vor allem nach mehreren Jahren Nutzung empfiehlt sich deshalb eine sorgfältige Kontrolle aller Verschraubungen und Befestigungen. „Nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch Zubehör wie Dachboxen oder Fahrradträger sollte regelmäßig überprüft werden. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn ist eine sichere Befestigung unverzichtbar“, betont Daniel Gomez.
Fachwissen aus dem Innungsbetrieb
Ein Urlaubscheck dauert meist nicht lange, kann aber viel Ärger verhindern. Kleine Mängel werden frühzeitig erkannt, bevor sie auf der Autobahn oder im Ausland zu einer teuren Panne führen. Gleichzeitig kennen die Innungsbetriebe aktuelle technische Entwicklungen ebenso wie die wichtigsten Vorschriften für Urlaubsreisen. „Unser Ziel ist, dass die Kunden ihren Urlaub genießen können und sich unterwegs keine Gedanken um ihr Fahrzeug machen müssen. Genau dafür ist der Urlaubscheck gedacht“, sagt Daniel Gomez. Die Kfz-Innung Göppingen empfiehlt deshalb, den Fahrzeugcheck rechtzeitig vor Reisebeginn in einem ihrer Innungsfachbetriebe durchführen zu lassen. So starten Autofahrer bestens vorbereitet in die schönste Zeit des Jahres – sicher, entspannt und ohne böse Überraschungen.
Zwei Männer haben eine Vision
Zwei Priester aus Nigeria haben eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker im Landkreis Göppingen gemacht. Und sie haben einen Plan.
Es ist ein besonderer Weg, den Kennedy Ibe und Joseph Ikeka mit ihrer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker hinter sich haben. Gleichzeitig haben sie nun einen weiten und wohl auch beschwerlichen Weg vor sich. Bei der Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Göppingen im Frühjahr haben sie ihren Gesellenbrief bekommen und strahlten dennoch vor Glück. Soweit, so normal. Siegfried Pietrass, der frühere, langjährige und rührige Leiter der Gewerblichen Schule Göppingen erklärt, warum das in diesem Fall doch etwas außergewöhnlicher ist: „Die beiden sind Priester in Nigeria und wollen in ihrer Heimat eine Schule für berufliche Bildung gründen.“ Einen Abschluss, der gewisse Standards erfüllt, machen die meisten jungen Leute nicht – es gibt schlicht keine solchen Vorgaben. Joseph Ikeka gibt ein Beispiel: „Wer eine Weile in einer Werkstatt arbeitet und sich gut anstellt, der lernt einfach und kann das dann irgendwie – oder auch nicht.“ Genau das wollen die beiden ändern. Das ist der Weg, die Vision, die noch vor ihnen liegt. Begleitet werden sie beim Aufbau ihrer Schule von Siegfried Pietrass und wohlwollenden Unterstützern in ihrer Heimat, die sie aber auch noch von ihrer Idee überzeugen müssen. Finanzielle Unterstützung gibt es auch von verschiedenen Rotary Clubs.
Weiter Erfahrung sammeln
Bevor sie in Nigeria starten können, müssen sie in ihren Berufen in Deutschland weiter Erfahrung sammeln – so will es die Kirchenleitung in ihrer Heimat. Mit ihrem Abschluss in der Tasche geht der Weg weiter. Mittlerweile leben und arbeiten sie an verschiedenen Orten, ein Studium ist in Angriff genommen, um alles zu vertiefen. Die Basis, ihre Ausbildung, haben sie aber gemeinsam im Autohaus Ratzel in Zell unter Aichelberg geschaffen. „Es war schon eine Herausforderung, Betriebe zu finden, die dieses Projekt begleiten und sich den beiden Azubis annimmt, von denen niemand so recht die Vorkenntnisse kannte“, berichtet Petra Heschke, Geschäftsführerin der Kfz-Innung Göppingen. Doch man hat es geschafft. Weil ein Branchen-Kollege nach einer Zusage kurzfristig abgesprungen sei, hatte Frieder Ratzel spontan versprochen beiden eine Chance zu geben – ursprünglich war nur einer der beiden für die Ausbildung in seinem Betrieb vorgesehen. „Es war von Anfang an ein Herzensprojekt und ist es immer mehr geworden“, berichtet er. Er macht aber auch keinen Hehl daraus, dass es viele Hürden und auch kulturelle Unterschiede gab, die das Team vor allem am Anfang vor Herausforderungen stellte. „Aber man hat darüber gesprochen und konnte Differenzen aus dem Weg schaffen, die einfach nur ein Missverständnis waren“, erklärt er. Er sei seinem Team sehr dankbar, dass die den Weg mitgegangen sind und die beiden besonderen Azubis, die bereits Mitte 30 sind, gut aufgenommen und begleitet haben.
„Berufliche Bildung für Nigeria e.V.“ heißt der Verein, der unter anderem von Siegfried Pietrass und Priester Dr. Angelo Chidi Unegb gegründet wurde. Diese Verbindungen zur katholischen Kirche im Landkreis waren eine wichtige Basis. Leben die beiden Priester am Anfang noch in der Einliegerwohnung von Siegfried Pietrass, haben sie in Kirchenkreisen ein Quartier und auch geistliche Beschäftigung gefunden, bei der sie zum Beispiel immer wieder Gottesdienste in der katholischen Kirchengemeinde in Salach hielten. Bis sie wieder in der Heimat im Bistum Okigwe predigen können, wird noch eine Zeit vergehen – denn noch dreht sich das - weltliche - Leben der beiden weiter um Fahrzeuge und Bildungsthemen.

Freuen sich über das gelungene Ausbildungsprojekt: Petra Heschke (Geschäftsführerin der Kfz-Innung Göppingen, links), Kennedy Ibe und Joseph Ikeka, Studiendirektor a.D. Siegfried Pietrass, Alexander Bremora (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Göppingen) sowie Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid (von links).

Kennedy Ibe und Joseph Ikeka mit dem Team der Firma Ratzel (von links): Vivienne Skubatz, Martin Maier und Robert Klemm sowie Studiendirektor a.D. Siegfried Pietrass.